Dr. Konrad Adenauer - ein ebenfalls treuer Kunde unseres Hauses. Eine seltene Aufnahme des Brille tragenden Bundeskanzlers.

Vorwärts in die Vergangenheit - Der Bundestagsoptiker

Für manche ist sie lästig - für andere ein Markenzeichen. Brillen gibt es seit dem 13. Jahrhundert, wer sie erfunden hat, ist aber nicht bekannt. Ludwig Giesecke-Dancker war es nicht, das steht fest, aber schon sein Vater hat Brillen für die Politiker der Bonner Ära gemacht. Seit 125 Jahren gibt es den Optiker nun schon in Bonn.

Es geht um Brillen, auch Sehhilfen oder Glasbausteine genannt. In der Bonner Republik gab es eine ganze Menge Brillenträger und nicht nur im Plenarsaal gab es unterschiedliche Auffassungen vom richtigen Durchblick. Was da nun gerade Mode war, entging so manchem Auge. Dass Tradition ein gutes Aushängeschild für Qualität ist, dachten sich wohl auch die Größen der Bonner Parteienlandschaft. Fast alle trugen sie Brillen und fast alle ließen sie sich die beim Optiker Dancker in der Bonner Sternstraße machen. Helmut Kohl, Walter Scheel, Richard von Weizsäcker und sogar der Dalai Lama waren Kunden. Der Dalai Lama trägt offenbar noch heute die Brille, die ihm Ludwig Danckers Vater verpasste.

Die Brillen von damals findet man heute eher hässlich

Seit Erfindung der Kunststoffgläser wurde die Brille immer mehr auch zu seinem Modeobjekt. Designer konnten sich in Farbauswahl und Gestellform richtig austoben, auch mussten Brillen nicht mehr nur eine Farbe haben. Die Brillen von damals findet man heute eher hässlich. Das allerdings die Tradtition des Hauses Dancker bestehen bleibt - eine Selbstverständlichkeit.

Text: WDR Lokalzeit Bonn

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Bericht: WDR Lokalzeit Bonn